Gestern hattten wir hier sintflutartige Regenfälle. Seit vielen Tagen schon regnet es hier unglaublich stark. Gestern hatte man teilweise noch gerade mal 20 m Sicht. Innerhalb weniger Minuten stand hier alles unter Wasser.
Und dennoch haben wir hier Glück! Ich hörte gestern von unglaublichen Überschwemmungen in anderen Teilen Afrikas und so machte ich mich auf Nachrichtensuche. Was ich fand, war erschreckend! Afrika versinkt in einer riesigen Flutkatastrophe... hier eine Zusammenfassung der momentanen Situation:
In West- Ost- und Zentralafrika sind Hunderttausende auf der Fluch vor den Wassermassen der letzten Tage und Wochen. In mindestens 12 Ländern herrschen am Ende (!) der Regenzeit total chaotische Verhältnisse.
Die Fluten hätten bisher mindestens 500.000 Menschen in Westafrika und eine halbe Million Menschen allein im Sudan betroffen, sagte eine UN-Sprecherin. Dutzende Menschen kamen in den Fluten ums Leben, allein in Ghana wurden 20 Todesfälle bekannt. In dem westafrikanischen Land sind Berichten zufolge mindestens 400.000 Menschen durch Überflutungen obdachlos geworden. "Einige Dörfer und Gemeinden sind von der Landkarte verschwunden", sagte ein Sprecher des Krisenzentrums in Ghana. [Die Presse]
In Uganda wurden die schwersten Regenfälle seit über 35 Jahren verzeichnet. Das Dramatische daran ist, daß nicht nur mehr als 150 000 Menschen auf der Flucht sind, sondern daß auch die Existenzgrundlage von knapp einer halben Million Menschen zerstört wurde. Viele leiden Hunger und Durst, Cholera breitet sich in manchen Gebieten aus und fordert Menschenleben. Die Hilfseinsätze der UN sind durch die aufgeweichten und überfluteten Strassen und überschwemmten Brücken sehr schwierig geworden.Von Aaron Fishhof am 15.09.2007 um 13:20
Regen bringt Segen gegen Trockenheit!
In den grauslichen Eiszeiten war dieser Kontinent massiv ausgetrocknet!
Noah von der Arche am Berg der Freude
Im Nachbarland Uganda sagte Flüchtlingsminister Musa Ecweru, etwa 300'000 Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen. «Die Situation grenzt an eine Krise», sagte Ecweru. Die Fluten, die in dem Land bislang neun Menschen getötet haben, seien «ein neues Phänomen, das wir seit vielen Jahren nicht erlebt haben». [Schweizer Tagesschau]Und hier bei uns in Kiyunga, Mukono? Nun, es regnet wirklich stark und die Wege sind aufgeweicht, aber uns geht es gut! Halleluja. Aber ist es nicht verrückt, daß der Kontinent, der für seine Trockenheit und Dürre bekannt ist, jetzt mit einer nationalen Flutkatastrophe zu tun hat??
Wißt ihr, auch so ist hier schon genug Armut und viele hausen in äußerst einfachen Bedingungen, aber wenn das letzte, was sie haben, ihnen auch noch genommen wird und die eh schon schwierige Wasserversorgung durch Cholera verseucht ist, dann sieht es wirklich mies aus!
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