- singt die Natur ihren Abendgruß
- zwitschern die Vögel den Lobgesang des Tages
- rufen die Kühe und Schweine danach, nach Hause gebracht zu werden
- malt die Sonne zarte Farben an den Himmel
- taucht das Land in eine friedliche Atmosphäre
- fangen die Katzen ihren Streifzug an
- haben die Sterne ihren großen leuchtenden Auftritt
- erhebt sich der Mond, groß und erhaben
- versammeln sich die Lichter der Petroleumlampen der Fischer auf dem See
- übernehmen Grillen und Frösche den Gesang der Nacht
- heulen die Hunde (ob das die dorfweite Unterhaltung ist?)
- geniesse ich es, mich aufs Bett zu legen und zu lesen
- schlafe ich selig ein, während der Klang Afrikas mich in den Schlaf wiegt...
Bericht über mein kommendes Leben und Arbeiten in Afrika plus: mein ganz persönlicher Sermon über "Gott und die Welt" und die Witze, Wirrnisse und Warums des Alltags...
Samstag, 6. Februar 2010
Jeden Abend...
Dienstag, 30. Juni 2009
Missionaries -what are they?

Vieles ist bestimmt auch damals schon verkehrt gelaufen, das will ich ja gar nicht leugnen. Man schaue in die Geschichte, wo immer man will: viel Leid ist geschehen "um des Kreuzes willen". Ob das so im Sinne Jesu war?
Nun gut, an alten Zeiten kann man nichts ändern, doch was ist heute? Hat der Mensch Missionar aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt? Worin sieht er heute seinen Auftrag und in welchem Verhältnis steht das zu dem, was Jesus uns gesagt hat?
Nun, ich bin seit 2 Jahren in Uganda, habe viel Zeit mit Missionaren, Visionären und allen möglichen "wichtigen" Leuten hier zu tun gehabt, die "von Gott hierher gerufen" worden sind. Ich habe mit ihnen gearbeitet, sie persönlich kennen gelernt oder auch nur von außen beobachtet. Da kommt man hier gar nicht drumrum, denn komischerweise geben sich hier, in einem Land, in dem offiziell über 80% Christen sind, davon 35% anglikanisch, rund 40% katholisch und allein 5% sogenannte "Born again", die Missionare die Klinke in die Hand.
Eigentlich müsste also Uganda ein blühendes, friedliches, arbeitendes, gesundes Land sein. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus... -warum bloß, wenn hier doch soviel missioniert wird? (oder geht es doch nur um Kohle und Ego-Befriedigung?)
Was ich gesehen und auch erlebt habe, sind/waren Menschen, die man im "normalen", säkularen Bereich ihres Amtes enthoben hätte. Nicht teamfähig, alles kritisierend, abwertend den Nicht-Christen gegenüber (den Mit-Christen gegenüber allerdings auch), irgendwie fanatisch bis hin zu sektiererischen Zügen innerhalb der Geminschaft und dabei vor allem selbst in ihrem Mensch-Sein ne Niete.
Wie kann man Menschen "frei-beten" (oder besser gesagt frei-schreien) wollen und dabei im Alltag keinerlei Nächstenliebe leben? Wie kann man die Leute, die nicht wissen, wovon sie leben sollen um ihre Einkünfte anhauen, mit dem Zorn und Unwillen Gottes drohen und dabei selbst in Bestechung und linke Tricks verwickelt sein? Wie kann man meinen, etwas so viel Besseres zu sein, dass man sich mit dem "armen (Bar-)Fußvolk nicht mehr abgibt, weil es ja keine Missionare oder Gläubige sind?
Oh mein Gott im Himmel... ich schäme mich für so viele Weisse, die hier her kommen und so viel kaputt machen und auf den Menschen rum trampeln. Bevor hier irgendwer meint missionieren zu müssen, sollte er erstmal den Namen seines Nachbars wissen und zu sehen, ob der nicht ganz praktische Hilfe oder einen Menschen zum Reden braucht!
Wenn ich in die Bibel schaue, dann finde auch ich den sogenannten Missionsbefehl. Aber ich lese dort auch das Jesus sagt:
"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allem Denken.
Dies ist das wichtigste und höchste Gebot.
Das andere aber, das ihm gleichsteht, lautet: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
In diesen beiden Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten."Matthäus 22, 37-40
Dann ist die Liebe Gottes tatsächlich ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Bzw. lasst es mich so sagen:
Dann hindern wir die Liebe Gottes nicht mehr, durch uns zu wirken und zu fliessen. Die Bibel sagt im Römerbrief, dass diese göttliche Liebe durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen worden ist! Was es heißt, Agape-Liebe zu haben kann man im 1. Korinther 13 nach lesen. da spricht Paulus von der göttlichen Liebe. Diese Liebe ist in uns, doch sie ist nur aktiv nach aussen, wenn wir unser Ego zurück stellen, wenn wir uns berührbar machen für die Leute um uns herum und wenn wir immer wieder frisch erfahren, dass wir als Christen keinen Deut besser sind als alle anderen um uns herum! Es ist und war nicht unser Verdienst und kein noch so großes Opfer macht uns besser vor Gott! Es ist allein Gnade. das war Luthers Message und Anliegen damals und das hat sich bis heute nicht geändert!
Mein Gebet ist, das diese ganzen falschen und hohlen pharisäischen Missionare nach Hause gehen und mal wieder Gott begegnen. Ich wünsche ihnen ein weiches Herz, kein stolzes Herz und selbstüberzeugtes. Und den Menschen, die unter solchen "Dienern Gottes" gelitten haben, wünsche ich Heilung.
Und Dir und mir will ich sagen und versichern: Gottes Liebe kann man sich nicht verdienen. ER hat Dich und mich schon vor Anbeginn der Welt geliebt. ER liebt Dich nicht weniger, wenn Du nicht alles aufgibst und zu den "armen Kindern nach Afrika" gehst. ER liebt Dich, wo Du bist. ER kennt Deine Träume, Sehnsüchte und Fehlschläge -und ER wird niemals aufhören SEINE Hand nach DIR auszustrecken! Mach es nicht an Menschen fest, denn Menschen enttäuschen, häng Dich an IHN!
Mittwoch, 24. Juni 2009
Zuwachs!
Das sind unsere 2 neuen Mädels: "Katinka" und "Oliver". Katinka hieß eigentlich erst "Kato", ein typischer männlicher Zwillingsname, doch dann stellte sich heraus, es sind beides Mädels und so wurde aus "Kato" nun eine "Katinka"...
Nun teilen Naomi und ich uns die süßen Kätzchen. Gerade mal 6 Wochen alt haben die zwei im Nu unsere Herzen erobert und verkürzen uns die Zeit (und die Nächte)
Samstag, 21. Februar 2009
Die Engel um uns
Gibt es denn nun Engel? Wer weiß, wie oft wir schon einem begegnet sind... was ist mit den Schutzengeln der Kleinen? -Nur Aberglaube oder doch etwas Wahres dran?
Wie auch immer, hier der Auszug:
Ach, was ich dir noch zu deiner Tageslosung erzählen wollte. Passt gut zum Thema Engel und ja genauso wird Gott seine Engel vor dir her senden!
Wie Er das tut durfte ich letzte Woche erleben als ich von einem Wochenende zu Hause in Ulm zurück nach Darmstadt fuhr. Ich war voll bepackt mit verschiedenen Gepäckstücken, weil ich sehr gerne neue Sesselkissen mitnehmen wollte (unhandlich groß, aus Leinen und zusätzlich mein normales Gepäck, sowie meine Labtoptasche und Schuhe). Meine Mutter brachte mich zum Bahnhof und half mir bis in den Zug, aber wie ich es in Darmstadt den Weg bis zu mir nach Hause schaffen sollte, wusste ich noch nicht. In Darmstadt angekommen fuhr ich mit der S-Bahn noch bis zu meinem Stadtteil, hier stieg ich aus. Ich hatte gerade die Straße überquert, es war schon dunkel, als plötzlich ein Mann neben mir auftauchte. Er fragte mich ob er mir helfen dürfe und ohne zu zögern, ohne Argwohn, ohne Misstrauen gab ich ihmeinen Teil meines Gepäckes und wir gingen ganz angenehm und ruhig nebeneinander her die Straße entlang. An der ersten Kreuzung sagte ich ihm, dass ich gerade aus weiter müsste, daraufhin meinte er, dass das dann auch sein Weg wäre, das gleich an der zweiten Kreuzung. Er brachte mich bis nach Hause, dort gab ich ihm die Hand und bedankte mich bei ihm. Bei mir dachte ich er war für mich wie ein Engel. Seine angenehme, unaufdringliche, natürliche Art und auch dass es für mich so natürlich war mit ihm zu gehen, an seiner Seite. Ohne sich noch einmal umzusehen ging er langsam seinen Weg zurück, in eine andere Richtung. Als ich die Tür zu meiner Wohnung aufschloss klingelte schon das Telefon. Meine Mutter wollte wissen, ob ich alles geschafft hatte und vor allem wie. Als ich begann mit "Mama, heute ist mir etwas ganz Außergewöhnliches passiert", lag in ihrer Stimme schon so eine Spannung, denn sie erzählte mir, sie hätte zum Zeitpunkt meiner Ankunft ganz konkret gebetet, dass Gott mir eine Hilfe schickt.
Stille am Telefon. Von Gott berührt, ja in diesem Moment waren wir beide sehr bewegt.
Habe ich vielleicht einem Engel die Hand gegeben? Durfte ich ihm vielleicht in die Augen sehen. War es die Gegenwart eines Engels, in der ich mich so wohl, so gut, so natürlich aufgehoben fühlte? Hat Gott mir vielleicht einen Engel geschenkt, ihn zu sehen, an meiner Seite?
Er schenkt dir seinen Engel.
Wie seht ihr das mit den Engeln?
Mittwoch, 18. Februar 2009
Die Engel vor uns
Die Tageslosung für heute, den 18.02.2009
1.Mose 24,7:
Der HERR wird seinen Engel vor dir her senden.
Apostelgeschichte 12,8:
Der Engel sprach zu Petrus: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!
Auf jeden Fall waren das ermutigende Worte heute!
Dienstag, 10. Februar 2009
Wege eines Leiters
In dieser Zeit meines Lebens unter den gegebenen Umständen bin nicht nur ich es, der Gedanken an Joseph kommen. Da mir dieses Bild öfters geschildert wurde, habe ich mich mal wieder mit der Geschichte Josephs beschäftigt. Nachzulesen im ersten Buch Moses, vor allem in den Kapiteln 37, 39-45.
Joseph hatte nach heutigen Maßstäben eine recht verrückte Familie. Eine herumziehende Familie, der Vater ein Polygamist, eine Horde Brüder, die allesamt Schäfer oder „Cowboys“ waren, Er war der Nachzügler, vom Vater über die Maßen geliebt, doch von den Brüdern eher missgünstig beäugt. Auch Du und ich suchen uns unsere Familie nicht aus und vielleicht ist der ein oder andere unter meinen Lesern, der sich wünschte, er/sie hätte eine andere Familie… aber ich habe gute Nachricht. Gott hindert weder Deine verrückte Familie, Dein sozialer Status, Deine Bildung noch Dein sonstiger Background daran, Dich in Deine Bestimmung zu bringen. ER weiß sehr gut um Deine Umstände. ER hat Dich nicht nur dennoch erwählt, ER hat Dich vielleicht sogar gerade deswegen erwählt. Vielleicht bist auch Du als Zeugnis und Wegweiser gedacht –entgegen allen Umständen! Aber gerade wenn Gott große Pläne mit uns hat, hat er auch eine harte Zeit der Vorbereitung für Dich und mich. Kein Olympiasieger wird das durch Zufall, ohne Zubereitung, einfach nur durch Talent! Nein, dazu gehört Training, dazu gehören Wettkämpfe, Tests, die es zu bestehen gilt.
Und so mancher Test, den wir bestehen, scheint verloren, wie auch bei Joseph. Bei ihm ging es nicht bergauf, nein, es ging erst einmal bergab. Warum? Hatte er gesündigt
Nein, im Gegenteil. Er musste leiden (Gefängnis) gerade weil er den Test bestanden hatte Doch warum dann das alles? Ist Gott unfair? Sind wir doch nur ein Spielball in seinen Händen? –ich glaube nicht. Ich glaube allerdings, dass Josephs Charakter noch nicht der kommenden Aufgabe gewachsen war. Gott hat an ihm gearbeitet und hat so manches zugelassen, was ihn eben nicht weg von Gott, sondern mehr in seine Bestimmung gebracht hat.
Gottes Zu- und Vorbereitung ist anders als die in der Welt. In der Welt lernt man hart zu sein, sich durch zu boxen, für seinen eigenen Vorteil zu kämpfen, auch mit harten Bandagen. Keine engen Beziehungen, kein weiches Herz. Doch bei Gott ist es anders. Er führt uns in die Wüste, die „wilderness“. Dieses Wort „wilderness kommt etwa 249 Mal in der Bibel vor. Warum? Der Mensch ist doch für Gemeinschaft und nicht für die Einsamkeit gemacht ?! Das ist wohl richtig, aber an unserem Herzen kann Gott am Besten arbeiten, wenn wir in solchen Wüsten sind. Wenn Stolz zerbricht, unser Herz schutzlos ist und unser Eigenwille verstummt ist, dann kann ER SEINE Qualitäten in uns anpflanzen und zum Blühen bringen.
Gott prüft uns und unser Herz und zeigt uns, wie es um uns steht. Er will uns nicht überfordern, und so macht er Tests mit uns, um zu sehen und eben auch uns zu zeigen, wie weit wir sind, damit irgendwann Stark und fähig sind, SEINEN Willen und zu tun und SEINEN Weg zu gehen. Der stolze, verwöhnte und eingebildete Teenager Joseph wäre wohl nie fähig gewesen, ein Land zu führen. Der Joseph einige Jahre später hatte alles, was es dazu brauchte…! Doch auf dem Weg, der dazwischen lag, war so manches tiefe Tal. Aber Joseph hat nicht aufgegeben, er hat auf Gott vertraut und die Tests bestanden.
Und ich bete, dass auch ich die Tests bestehen möge.
Momentan fühle ich mich verloren, habe irgendwie keinen richtigen Job, keine Verantwortung und weiß gar nicht so recht, warum ich noch hier bin. Wenn es einen Plan gibt, dann kann ich ihn jedenfalls gerade nicht erkennen. Dazu geht es mir gesundheitlich seit fast 2 Wochen auch nicht gut. Aber ob das jetzt tatsächlich mit meiner körperlichen Verfassung oder eher mit meiner Psyche zu tun hat … - who knows.
Falls irgendwer noch einen schlauen Einfall oder Gedanken hat, was mich angeht –schreibt mir. Ansonsten bete ich, dass ich durchhalte, meine Fröhlichkeit und Energie wieder finde und zusammen mit meinem Gott die nächsten Mauern in Angriff nehme, die es zu überspringen gilt.
Bye, MosesSchwester
Freitag, 26. Dezember 2008
Liebe vs. Furcht
Es war Adventszeit, Zeit des Wartens, Warten auf Gott und ich hatte das Gefühl, Gott verloren zu haben, ich kämpfte mich durch meinen Alltag und die Herausforderungen, ich habe gemerkt, wie mir Geduld und Weisheit ausgingen, wie ich am Ende meiner Kräfte war und mich nach Erfrischung und Stärke und Intimität mit Gott gesehnt habe und es nicht erlangen konnte… es wurde allerhöchste Zeit, auf Gott zu warten, um IHM neu zu begegnen!
Verbunden hatte ich das mit Fasten. So dass ich mich geübt habe, zu verzichten, auszuhalten und zu warten. Warten, auch wenn alles nach sofortiger Erfüllung schreit.
Weitere Hilfe in diesem Prozess des Wartens und Findens waren/sind mir 2 ganz unterschiedliche Dinge:
Zum Einen das Buch von Henri J.M. Nouwen „Nimm Sein Bild in Dein Herz“, eine geistliche Deutung eines Gemäldes von Rembrandt, nämlich das des verlorenen Sohnes. Ein wunderbares Gemälde und eine wunderbare Deutung und Auslegung durch Nouwen, in dem er seinen eigenen Weg mit diesem Bild beschreibt.Zum anderen war da meine Reise nach Rwanda, auf der ich irgendwie eine neue Erkenntnis zu "der Weg ist das Ziel" bekommen habe, da ich ja viele, viele Stunden im Bus saß. Dochnachdenken möchte ich heute über das Gemälde.
Jede dieser Personen auf dem Bild wartet oder hat gewartet. Worauf? Mit welcher Haltung? In welcher Beziehung stehen sie zueinander? Welche dieser Wartenden bin ich (gewesen)? Und welche zu sein ist meine Ver(w)irrung, welche meine Bestimmung? Und je länger ich mich mit diesem Bild und dem Buch und dem Warten beschäftigt habe, umso mehr habe ich erkannt, dass ich mich wohl in den letzten Jahren von dem verlorenen Sohn zu dem älteren Bruder oder einem anderen der Wartenden entwickelt habe. Ich habe etwas verloren. Ich war einmal der Sohn, ganz nah an des Vaters Brust, zurückgekehrt aus dem Leben, das so weit weg und gar nicht lebenswert war. Voller Buße und Reue und Einsicht habe ich mich in SEINEN Armen ergeben… doch dort befinde ich mich nicht mehr. Ich bin an den Rand der Szene geraten. Und nun regt sich in mir die Frage, ob es nicht nur Zeit ist, in diese Arme zurück zu kehren, sondern ob es nicht vielleicht auch meine Bestimmung ist, zu diesem Vater für Andere zu werden...
Doch, was hat mich dazu gebracht, an den Rand des Geschehens zu wandern?
Nun, ein paar Gedanken dazu:
- Stolz und Selbstbewusstsein, statt Christus-in-mir-Bewusstsein
- Mangelhafte Beziehungspflege
- Liebe zu Gott, aber keine Furcht Gottes…
1. Stolz und Selbstbewusstsein, statt Christus-in-mir-Bewusstsein
Nachdem man so die ersten Monate und Jahre mit Gott gegangen ist, schleicht sich ein gewisser Stolz oder auch eine Selbstzufriedenheit ein. Man fängt an, auf seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen ist stolz auf sein Bibelwissen, seine Glaubenserfahrungen, seine Positionen in Gemeinde und Mission -und geradezu unmerklich rutscht das eigene Ego wieder auf den Thron unseres Selbst und Christus wird zur Randfigur…
2. Mangelhafte Beziehungspflege
Wir sehen Jesus als unseren Freund und Bruder, reden auch manchmal von unserem Erlöser, doch auch hier schleicht sich schnell etwas ein, was ich mal Ent-Fremdung nennen will. Zum einen lesen wir irgendwann zwar lauter Bücher über Jesus und die Bibel, aber das lebendige Wort und die Gemeinschaft mit IHM vernachlässigen wir. Wir singen tolle Lieder mit bewegenden Texten, doch 5 Minuten später leben wir nichts mehr davon. In Johannes 14 Vers 5 heißt es:
„Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was irgend ich euch gebiete.“
Das ist ein Konditionalsatz, ein Bedingungssatz. Es heißt, wenn wir das tun, was ER uns sagt, dann sind wir seine Freunde. Folglich leidet diese Beziehung darunter, wenn wir nicht tun, was ER uns sagt. Und auch hier ist eine laissez-faire-Haltung eingetreten bei vielen von uns. Jesus hat ja bezahlt für unsere Sünden und Vergehen (die übrigens auch Nicht-Tun beinhalten), ER wird uns also schon vergeben, wenn wir nur bekennen. Doch wenn wir resistent gegenüber der Stimme Jesu und des Heiligen Geistes sind, dann entfremden wir uns von Jesus, als unserem Freund.
3. Liebe zu Gott, aber keine Furcht Gottes…
Wusstet ihr, dass man Gott lieben kann, sogar von Herzen, aber dass uns das nicht in der Bahn hält? Man kann Gott lieben und dennoch sündigen und in unserer heutigen Zeit, in der so oft ein fast dummer Gott gepredigt wird, der alles mit sich machen lässt und sowieso immer wieder vergibt, da fehlt uns ein entscheidender Faktor –die Furcht des HERRN ! Das ist ein Ausdruck, der uns oft befremdlich klingt und dennoch unglaublich wichtig ist. Die Furcht des HERRN hält uns auf geradem Weg. Traurig, aber wahr: wir Menschen werden immer fehl gehen, wenn uns nur die Güte umgibt. Doch wenn wir Gott in seiner Heiligkeit begreifen und ihn fürchten (was nichts mit Angst zu tun hat, sondern vielmehr mit Ehr-Furcht), dann wird uns das auf rechtem weg halten und es liegt ein immenser Schatz darin verborgen! Das Wort Gottes spricht davon, dass Weisheit und Erkenntnis in der furcht des Herrn sind, dass sie unsere Füße vor Fehl bewahrt, dass sie uns langes Leben gibt... hier ein paar Bibelstellen dazu:
Ps 111:10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Das ist eine feine Klugheit, wer darnach tut, des Lob bleibt ewiglich.
Spr 2:5 alsdann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und Gottes Erkenntnis finden.
Spr 8:13 Die Furcht des HERRN haßt das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bösen Weg; und ich bin feind dem verkehrten Munde.
Spr 10:27 Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.
Spr 14:27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.
Spr 15:33 Die Furcht des HERRN ist Zucht zur Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden.
Spr 16:6 Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnt, und durch die Furcht des HERRN meidet man das Böse.
Spr 19:23 Die Furcht des HERRN fördert zum Leben, und wird satt bleiben, daß kein Übel sie heimsuchen wird.
Und so bete ich, dass ich mehr von dieser Furcht des HERRN lerne und sie (er)lebe:
"Gott, mein Gott, ich brauche mehr von Dir in meinem Leben! Höre meine Gebet und lehre mich, bring mich auf die richtige Bahn, und hilf mir, Jünger zu werden und zu bleiben auf dass Dein Wort Frucht in meinem Leben trägt, Frucht, die bleibt und von wirklichem Wert ist. Amen"
Dienstag, 23. Dezember 2008
Can't go back
ABER: wir -auch ich- gehören nicht zu denen, die zurückweichen, sondern die glauben (an Gott festkleben und seine Verheißungen als wahr erkennen) und so unsere Seelen erretten...! [nach Hebräer 10 Ende]
The Weepies - Can’t Go Back Now
Yesterday, when you were young,
Everything you needed done was done for you.
Now you do it on your own
But you find you’re all alone,
What can you do?You and me walk on
Cause you can’t go back now.You know there will be days when you’re so tired that you can’t take another step,
The night will have no stars and you’ll think you’ve gone as far as you will ever getBut you and me walk on
Cause you can’t go back now
And yeah, yeah, go where you want to go
Be what you want to be,
If you ever turn around, you’ll see me.I can’t really say why everybody wishes they were somewhere else
But in the end, the only steps that matter are the ones you take all by yourselfAnd you and me walk on
Yeah you and me walk on
Cause you can’t go back now
Walk on, walk on, walk on
You can’t go back now
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Hilfe ?!
EINER kennt Dich, sogar besser als Du selbst, und auf diesen EINEN baue und traue ich, genau wie dieser unebkannte Dichter und Sänger, der folgendes Wallfahrtslied schrieb:
1 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe?
2 Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat!
3 Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.
5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 daß dich am Tage die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts.
7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele;
8 der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!Wohin wendest Du Dich, wenn Du nicht mehr weißt, wo und wie es weiter gehen soll?
Montag, 8. Dezember 2008
Samstag, 6. Dezember 2008
Youth Conference is over
Dieses Jahr war es dennoch eine besondere Herausforderung, da es schien, als wenn ca. 70% nicht gläubig wären. Sie haben sich so richtig teenagermäßig verhalten, trotzig und provozierend. Da war es echt herausfordernd, vor ihnen auf der Bühne zu stehen... aber es gab auch Jugendliche, die echt etwas von Jesus erwartet haben und etwas mitnehmen wollten und die sind bestimmt auch beschenkt gegangen.
Dabei hatten wir phantastische Prediger, z.B. Pastor Michael Kimuli (Ja, ihr habt richtig gelesen er hat den gleichen Namen wie unser Kater...) Eines der Themen war:
dabei ging es darum, dass es nicht so ratenswert ist "cool" zu sein, denn wer "cool" ist, wird bald kalt. Und wir wollen "hot 4 God" sein, oder nicht? Darum grüßen wir uns nicht mehr wie bisher,
sondern folgendermaßen:
Auch wurde die Gemeinde in Ephesus, bzw. der Brief an sie (Offenbarung 2) behandelt. Es ging um unsere 1.Liebe. Ein Thema, wo ich mich jedes Mal ertappt fühle. Denn auch ich erinnere mich gut an die Zeit, wo Gott in allem und jedem gegenwärtig war, ich übergesprudelt bin, für (fast) alles geglaubt habe, wo ich einfach von Jesus erzählt habe, für (wildfremde!) Leute gebetet habe etc. pp
Und so habe auch ich wieder ordentlich Stoff zum arbeiten mitgenommen und hoffe, dass ich wenigstens etwas davon umsetzen kann, auf jeden Fall habe ich trotz der vielen Arbeit profitiert...
Dennoch kann ich nicht leugnen, dass ich mehr als froh bin, daß es jetzt vorbei ist, denn die Tage waren echt lang, die Nächte umso kürzer und meine sonstige Arbeit musste ja dennoch getan werden. Hier kümmert es nämlich irgendwie keinen, wieviel man zu tun hat oder es man überhaupt noch Zeit hat, zusätzliche Jobs zu übernehmen udn an so etwas wie "Überstunden-Ausgleich" kann man als Mitarbeiter mal gerade ganz vergessen ... naja, irgendwie funktioniert es ja auch so, wenn ich auch irgendwie immer am Limit lebe und mich mit folgendem Comic recht verbunden fühle:
So merke ich auch, dass ich momentan wieder mehr mit Infektionen und Entzündungen zu tun habe und nicht so wirklich auf der Höhe bin. Aber bald haben wir alle Urlaub (zumindest offiziell -mal sehen, was letztendlich daraus wird...)
Jetzt erstmal: Happy Nikolaus und Gute Nacht!
Sonntag, 30. November 2008
Mein 2ter "1,Advent" in Uganda


Abends dann habe wir fein zusammen gesessen draußen, haben Feuer gemacht, Pasta à Pesto, selbstgebackene Kekse und gegrillte Maiskolben gegessen -wow! Dann haben wir uns Witze und Rätselgeschichten erzählt und anschließend zusammen gesungen. Zum krönenden Abschluß haben wir noch Marshmallows gegrillt... *freu, schmunzel, schlemm*


Donnerstag, 27. November 2008
Dienstag, 25. November 2008
Mbale -Mt.Elgon -Kurztrip Teil 3
Das also war das Frühstrücksbuffet im Mbale Resort Hotel. Am ersten Morgen habe ich es versäumt, da ich mich ja bereits morgends um 6.30h aufs Motorrad geschwungen habe und wir uns bei recht niedrigen Temperaturen (für Afrika geradezu winterlichkalt) in Richtung Sipi-Falls auf Mt. Elgon auf den Weg gemacht haben.




Montag, 17. November 2008
Donnerstag, 13. November 2008
"Hermann Nakimuli"

Ja, er scheint zu bleiben, unser kleiner neuer Mitbewohner. Und ich muss gestehen, dass ich mal wieder finde, dass Gott echt gut weiß, wann wir was brauchen. Dieser kleine Racker ist mir echt ne Wohltat und die Volontäre lachen und schmunzel schon immer, weil ich so "handzahm" bin, kaum das Hermann, die Blume (Nakimuli heißt Blume. Er hat auf einer Flanke ein Muster, das ausssieht wie eine Blume...) in meiner Nähe ist.
Gestern Nacht hat er bei mir geschlafen, zumindest bis irgendwann in der Nacht als ich mal zur Toilette watscheln musste, da hat er sich auch auf gemacht und anschließend auf meinem Stuhl draußen weitergeschlafen. Jetzt füttere ich ihn, werde morgen mal Wurm und Floh-und Zeckenzeug holen und dann hoffen, dass er nun unser Voli-Kater ist und bleibt... *heimlich und leise freu*

Mittlerweile werden wir ein kleiner Hof, da wir gerade auch ein paar Hühner groß füttern. Es ist halt nur halb so teuer, ein kleines "local chicken" zu kaufen und es groß zu mästen als einen guten Breuler zu kaufen


Samstag, 8. November 2008
überraschender Besuch...

Samstag, 1. November 2008
Danke Luther
... und jetzt, da es schon spät ist entlass ich euch mit Luthers Abendsegen:
Das Gebet für den Schluss des Tages
Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:
Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen
Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:
Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Sehnsucht
Longing For The Courts Of The Lord
Es ist merkwürdig, aber den ganzen Tag geht mir der Song "blessed" von Hillsong nicht mehr aus dem Kopf. Also habe ich mich dran gemacht und ein bißchen meditiert und mal geschaut, was ich dazu so finden konnte und siehe da, in meinen Bibelschulunterlagen von "Harverst Time International Bibleschool" fand ich folgende erklärende Auslegung. Es ist auf englisch, aber ich denke, dass wird für die meisten von Euch okay sein…
[1] How amiable are thy tabernacles, O Lord of hosts!
[2] My soul longeth, yea, even fainteth for the courts of the Lord: my heart and my flesh crieth out for the living God
[3] Yea, the sparrow hath found an house, and the swallow a nest for herself, where she may lay her young, even thine altars, O Lord of hosts, my King, and my God.
[4] Blessed are they that dwell in thy house: they will be still praising thee. Selah.
[5] Blessed is the man whose strength is in thee; in whose heart are the ways of them.
[6] Who passing through the valley of Baca make it a well; the rain also filleth the pools.
[7] They go from strength to strength, every one of them in Zion appeareth before God.
[8] O Lord God of hosts, hear my prayer: give ear, O God of Jacob. Selah.
[9] Behold, O God our shield, and look upon the face of thine anointed.
[10] For a day in thy courts is better than a thousand. I had rather be a doorkeeper in the house of my God, than to dwell in the tents of wickedness.
[11] For the Lord God is a sun and shield: the Lord will give grace and glory: no good thing will he withhold from them that walk uprightly.
[12] O Lord of hosts, blessed is the man that trusteth in thee.
Soweit der Text in AltEnglisch. Nun die Gedanken dazu:
I. The tabernacles of God. (1-3)
A. My soul longs and faints for His courts.
B. My heart and flesh cry out for the living God.
C. The sparrow has found a house there and the swallow a nest where she may lay her young. (Probably wrote this when he saw the birds nesting outside the temple. A sparrow illustrates God's care for his people. A swallow heralds the end of winter when it returns, symbolic of the "winters" of our lives.)
II. The valley of God: Blessed are those: (4-7)
A. Who dwell in Your house: they will be still praising thee.
B. Whose strength is in Thee: whose heart are the ways of them.
C. Who, when passing through the valley of Baca (sorrow) make it a well.
1. Rain fills the pools in the valley.
2. They go from strength to strength.
3. Every one of them appears before God in Zion.
III. The anointed of God. (8-10)
A. God hears his prayer.
B. God looks upon his face.
C. He would rather spend a day in the courts of the Lord than a thousand elsewhere.
D. He would rather be a door keeper in the house of God than to dwell in the tents of wickedness
IV. Blessings of God. (11-12)
A. He is sun and shield.
B. He gives grace and glory.
C. He withholds no good thing from those that walk uprightly.
D. He blesses those who trust in Him.
Doch wenn ich das so lese und darüber nachdenke, frage ich mich: sehnt sich meine Seele nach seinen Vorhöfen, schreit mein Körper nach seiner Gegenwart (oder doch nur nach Bett und nem guten Film und "endlich mal meine Ruhe haben?")
Am Ende bleibt die Feststellung, dass ich diesen Quellort im Tal der Tränen nur finden und sein kann, wenn ich in Gott bin, meine Wohnung bei IHM habe, IHN zu meinem ein und alles mache. Wenn SEIN Wort mir wichtiger ist als die Umstände, wenn ich mich preisend in seinen Vorhöfen und nicht meckernd in meiner Bude befinde. Das Geniale ist, dass es wirklich funktioniert. Nicht, dass ich ein permanent in der Gegenwart Gottes stehender Worshipper wäre, aber ich habe es erlebt, ich weiß, dass es funktioniert! Wenn ich bei Gott bin und mein Herz, meine Seele, meine Gedanken auf IHN richte, dann kann ich mich freuen und frohlocken und ein Ort der Quelle sein, sogar im Tal der Tränen (dieses Tal gibt es also auch für Menschen gibt, die ganz nah bei Gott sind, ansonsten könnten sie dort ja kein Segen sein…!) Doch allzu oft shen wir auf das, was los ist und alles schief geht, wo wir kaputt, ausgelaugt und unmotiviert sind. Auch Paulus schreibt in den Briefen immer und immer wieder (lese gerad täglich in den Korintherbriefen), dass er freudig ist, er preist Gott, ist Zeugnis und Ermutigung, sogar aus den Gefängnissen heraus!






