Montag, 17. September 2007

Bilder aus der Regenzeit in Uganda

Hier seht ihr mal einige Bilder des letzten kurzen Regengusses. Es hatte gerade mal eine viertel geschüttet, allerdings eben so stark, daß man nur noch wenige Meter Sicht hatte! Und danach stand dann eben alles unter Wasser...
Die Fluten haben hier doch so einiges aus den Fugen geraten lassen:

So sind z.B. über 170 Schulen nicht an den Start gegangen dieses Jahr, weil die Räumlichkeiten und Grundstücke durch die Wassermassen verwüstet worden sind.

Als Folge der Fluten sind rund 6 Mio. Menschen in Gefahr, an Krankheiten, die mit Wasserverschmutzung zu tun haben zu erkranken. Die Anzahl der Malaria-Fälle ist um 220% und die von Diarrhoe um 160% gestiegen, dazu kommen einige Cholera-Ausbrüche und auch Lungenentzündungen treten häufig auf.

Der Wasserstand des Vioctorialake (3. größter Binnensee der Welt) ist um über einen Meter (!) angestiegen und dieser See ist etwa so groß wie Bayern! Das hat den Vorteil, daß nun die Wassermassen, die die Turbinen für die Stromerzeugung antreiben erhöht werden können. Das würde bedeuten, daß mehr Strom produziert würde, was wohl so ziemlich der einzig positive Nebeneffekt wäre...

Und die Regenzeit wird noch mindestens bis November, in manchen Teilen auch bis Dezember anhalten (sie hat gerade erst begonnen!) Uns hier in Kiyunga geht es verhältnismäßig gut, aber nur ein paar Kilometer weiter sieht es verheerend aus. Gestern wurde Uganda zum Katastrophengebiet erklärt...

Aber es gibt nach wie vor viele schöne Dinge, zum Beispiel diesen Sonnenaufgang heute morgen um kurz nach sechs...



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