[siehe auch Buße - ein himmlisches Geschenk und Buße bei Johannes]
Wenn man in die Evangelien schaut, was und wie Jesus über Buße predigte, finden wir dort einen anderen Ansatz. Jesus sprach nicht über das Gewissen wie Johannes, er legte seinen Finger auf das Herz, den Ursprungsort, an dem die Sünde entsteht. Johannes predigte "der Buße würdige Taten", Jesus forderte eine Bestandsaufnahme des Herzens, hier setzte er an. Er stellte die unreinen Beweggründe, die Absichten und die Begierde bloß, und erklärte sie als Sünde. Warum? Weil Sünde zuerst im Herzen begangen wird. Jesus geht tiefer, er fordert ganz anders heraus. Bei ihm kann man nicht sagen "Ha, ich habe aber immer fleissig gespendet und Gutes getan! Ich bin nicht-schuldig" oder "Ich habe noch nie jemanden umgebracht oder belogen!", nein, er spricht davon, dass diejenigen selig sind, die reinen Herzens sind. Vielleicht hast Du immer fleissig gespendet, aber hast Du es mir fröhlichem Herzen oder aus schlechtem Gewissen gemacht oder bloß, um nicht schlecht aufzufallen? Du hast noch keinen getötet und auch nicht gelogen, zumindest nicht in echt, aber wie oft hast Du in Gedanken dem Anderen Böses gewünscht, wie oft nur die halbe Wahrheit gesagt? Das ist echt harter Tobak, den Jesus hier fordert und in der Bergpredigt [Math.5,3-11] finden wir die ultimative Herausforderung in dieser Hinsicht:
Die Seligpreisungen enthielten ursprünglich überhaupt kein Verb, kein "sind". Jesus sprach hier Aramäisch, aber das ist dem Hebräisch ja recht ähnlich. Das Wort, das bei Luther mit "selig sind" übersetzt wird, kommt im AT recht häufig vor und wird dort im Allgemeinen mit "Wohl dem, der..." (z.B. Psalm 1) übersetzt. Genauso hat Jesus es wohl auch gemeint. Das zu wissen, hat meinen Blick jedenfalls etwas geändert.
Es gibt jene Freudigkeit, die durch unsere Tränen hindurch schimmert und die uns nichts und niemand zu rauben vermag. Alle irdischen Freuden sind vergänglich, aber Gottes Zusagen stehen fest. Darum können wir "glücklich" oder "selig" sein, denn es wird für uns ein gutes Ende nehmen und im Hinblick und in der Gewissheit darauf, kann ich glücklich sein.
Es hat also nichts mit religiös fanatischem Masochismus zu tun, wenn wir uns freuen, sondern es hat mit der unverrückbaren Wahrheit und Realität der Liebe Gottes uns gegenüber zu tun. Und diese Liebe wird eben erst entdeckbar und erfahrbar, wenn wir uns selbst beugen -zuerst einmal in unserem Herzen und konsequenterweise dann auch in unserem Leben(sstil).
Auch in den anderen Begriffen steckt noch mehr drin, doch das würde den Rahmen sprengen, darum hier einfach nur meine freie erweiterte Übersetzung:
In Kapitel 5 Vers 20 heißt es:
Weil Gott eben kein Personen-Anseher ist. Er schaut nicht, ob du so tust. Er schaut Dein Herz an. Für manchen mag das jetzt einen ungeheuren Druck machen. Nun, ein bißchen davon ist bestimmt nicht verkehrt, zumindest, wenn es uns denn dazu drängt, mehr auf unsere Motivation zu achten und sie, wenn falsch gepolt, ans Kreuz zu bringen. Es ist wohl mit eine der persönlichsten und auch beschämensten Situationen, wenn wir im Herzen von unguten Gesinnungen hinter guten Werken überführt werden. Aber das ist das was, Gott will. Er will unser Herz läutern und rein machen. Die gute Nachricht ist, dass wir neue Kreaturen sind und Gottes Geist in uns lebt. Vergebung gehört uns und Verdammnis eben nicht, denn wir sind aus Gott geboren! Wir haben göttliches Leben in uns und diesem Teil in uns gilt es immer mehr Raum und Aufmerksamkeit zu schenken.
Johannes lehrte, dass wir unser äußeres Leben mit Gottes Maßstäben in Einklang bringen sollten. Jesus lehrte, dass unser Innerstes wahrhaftig, lauter/rein und gradlinig werden muss.
Ich glaube, das irgendwie schon jeder, der Jesus von Herzen liebt, an diesen Punkt gekommen ist, wo er mit David zu Gott gerufen hat:
Im Hebräerbrief Kapitel 4 in den Versen 12 ff. heißt es:
Heute bin ich so froh, dass Gott in mich sieht. ER liebt mich über alles. Er hat seinen Sohn geopfert für mich, damit ich ewiges Leben, Gemeinschaft mit Gott, unendlich viel göttliche Liebe und die Sohnschaft bekommen kann. Er wußte bereits wie ich sein und reagieren werde, da gab es mich noch gar nicht! Trotzdem wollte er, dass es mich gibt! Warum? Vor allem, weil ER mich lieben will! Und das ist echt entspannend! Und darum bin ich froh, dass ER mich kennt und mir durch Überführung hilft, in immer engere Gemeinschaft mit ihm zu kommen. Taten allein bringen mich nicht näher an Gottes Herz. Aber mein Herz kann sich SEINEM Herz nähern, immer mehr.
Wenn man in die Evangelien schaut, was und wie Jesus über Buße predigte, finden wir dort einen anderen Ansatz. Jesus sprach nicht über das Gewissen wie Johannes, er legte seinen Finger auf das Herz, den Ursprungsort, an dem die Sünde entsteht. Johannes predigte "der Buße würdige Taten", Jesus forderte eine Bestandsaufnahme des Herzens, hier setzte er an. Er stellte die unreinen Beweggründe, die Absichten und die Begierde bloß, und erklärte sie als Sünde. Warum? Weil Sünde zuerst im Herzen begangen wird. Jesus geht tiefer, er fordert ganz anders heraus. Bei ihm kann man nicht sagen "Ha, ich habe aber immer fleissig gespendet und Gutes getan! Ich bin nicht-schuldig" oder "Ich habe noch nie jemanden umgebracht oder belogen!", nein, er spricht davon, dass diejenigen selig sind, die reinen Herzens sind. Vielleicht hast Du immer fleissig gespendet, aber hast Du es mir fröhlichem Herzen oder aus schlechtem Gewissen gemacht oder bloß, um nicht schlecht aufzufallen? Du hast noch keinen getötet und auch nicht gelogen, zumindest nicht in echt, aber wie oft hast Du in Gedanken dem Anderen Böses gewünscht, wie oft nur die halbe Wahrheit gesagt? Das ist echt harter Tobak, den Jesus hier fordert und in der Bergpredigt [Math.5,3-11] finden wir die ultimative Herausforderung in dieser Hinsicht:
Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.Wenn man etwas mehr nachforscht über die Ausdrücke im Aramäischen und Griechischen, kann man auch diesen Text besser verstehen. Mir machte bereits die erste Seligpreisung immer sehr zu schaffen (wer ist denn geistlich arm? Dumme? Geistig Behinderte? oder wer?) und dieses "selig sind" erst...! Wenn ich leide, fühle ich mich nicht sehr "selig"... ! Eigentlich müßte ich hier die gesamte Erläuterung von Dr. Vernon McGee aus "Durch die Bibel" zu diesen 8 Versen reinkopieren und schreiben, denn sie schafft eine Klarheit und Weite, die echt ein Hammer ist, aber hier nur ein, zwei Gedanken zum Verständnis, die ich hier mit eigenen Worten zusammengefasst habe:
Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles wider euch, so sie daran lügen.
Die Seligpreisungen enthielten ursprünglich überhaupt kein Verb, kein "sind". Jesus sprach hier Aramäisch, aber das ist dem Hebräisch ja recht ähnlich. Das Wort, das bei Luther mit "selig sind" übersetzt wird, kommt im AT recht häufig vor und wird dort im Allgemeinen mit "Wohl dem, der..." (z.B. Psalm 1) übersetzt. Genauso hat Jesus es wohl auch gemeint. Das zu wissen, hat meinen Blick jedenfalls etwas geändert.
Es gibt jene Freudigkeit, die durch unsere Tränen hindurch schimmert und die uns nichts und niemand zu rauben vermag. Alle irdischen Freuden sind vergänglich, aber Gottes Zusagen stehen fest. Darum können wir "glücklich" oder "selig" sein, denn es wird für uns ein gutes Ende nehmen und im Hinblick und in der Gewissheit darauf, kann ich glücklich sein.
Es hat also nichts mit religiös fanatischem Masochismus zu tun, wenn wir uns freuen, sondern es hat mit der unverrückbaren Wahrheit und Realität der Liebe Gottes uns gegenüber zu tun. Und diese Liebe wird eben erst entdeckbar und erfahrbar, wenn wir uns selbst beugen -zuerst einmal in unserem Herzen und konsequenterweise dann auch in unserem Leben(sstil).
Auch in den anderen Begriffen steckt noch mehr drin, doch das würde den Rahmen sprengen, darum hier einfach nur meine freie erweiterte Übersetzung:
- "Wohl dem, der seine Armut erkennt, der weiß, dass er ohne Einfluss, ohne Macht, ohne Hilfe und ohne Ansehen vor Gott steht! Ihm gehört das Reich, das vom Himmel regiert wird, denn nur so einem Menschen ist es möglich.
- Wohl dem, der über seine Sünden und die der Welt betrübt ist, denn dann kann und wird Gott ihn trösten!
- Wohl dem, der weder jähzornig noch überhaupt nie zornig ist, sondern in der gesunden Mitte lebt. Wohl dem, der alle seine Triebe und Leidenschaften beherrscht, weil er stets von Gott beherrscht wird und der sich voller Demut seiner eigenen Unwissenheit und Schwäche bewusst ist und dem Heiligen Geist Raum gibt. Ein solcher Mensch ist König unter den Menschen!
- Wohl dem, der nach dem rechten Verhältnis zu Gott und Menschen dürstet wie ein Verdurstender und der nach voller Gerechtigkeit hungert wie ein Verhungernder! Er wird satt werden.
- Wohl dem, der sich in die Lage anderer Menschen versetzen und mit ihren Augen sehen kann, der denken und fühlen lernt wie sie und warm und aktiv liebt. Ihm wird Gott seine Zuwendung schenken.
- Wohl dem, der ein reines Herz hat, dessen Motive lauter sind. Wohl dem, der die zwischenmenschlichen Beziehungen fördert, denn damit tut er ein göttliches Werk. Er wird Gott sehen.
- Wohl dem, der sowohl mit sich selbst in Frieden lebt als auch für ein menschenwürdiges Leben sorgt. Wohl dem Menschen, von dem Frieden ausgeht. Er wird Kind Gottes genannt werden.
- Wohl denen, die verfolgt werden, weil sie Gottes Willen tun, sein Wort verkünden und IHM treu sind. Ihnen gehört das Reich, das vom Himmel regiert wird.
- Wie beneidenswert glücklich seid ihr, wenn sie euch beschimpfen, verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört."
"Wer ein Weib begehrlich anblickt, der hat schon in seinem Herzen Ehebruch mit ihr getrieben." [Matth.5,28].Dieses ganze ins-Herz-schauen zieht sich durch viele Seiner Reden und Begegnungen, immer wieder geht es um die innere Haltung (die dann auch ihren Ausdruck im Handel findet) Bei IHM fängt die Forderung nach Buße schon viel früher an. Krass! Selbst Gedanken und Phantasie stehen hier auf dem Prüfstand! Später redet Jesus über die Feindesliebe. Nicht nur, dass wir unseren Feinden nichts tun sollen, nicht hauen, meckern, anschmieren oder anzeigen, nein mehr noch, wir sollen sie lieben! Lieben! Wie schwer tue ich mich manchmal schon damit, nicht böse auf/zu jemandem zu sein, der mir Unrecht getan hat! Da schreit doch unser Gerechtigkeitessinn auf, oder? (zumindest der, der Gerechtigkeit zu unseren Gunsten fordert)
In Kapitel 5 Vers 20 heißt es:
"Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!"Die Pharisäer waren ja nun wirklich (schein)heilige Menschen. Die habe jeden Buchstaben des Gesetzes erfüllt, selbst Kräuter verzehntet... Und wir sollen noch mehr tun? Wie denn? Und, warum überhaupt das alles?
Weil Gott eben kein Personen-Anseher ist. Er schaut nicht, ob du so tust. Er schaut Dein Herz an. Für manchen mag das jetzt einen ungeheuren Druck machen. Nun, ein bißchen davon ist bestimmt nicht verkehrt, zumindest, wenn es uns denn dazu drängt, mehr auf unsere Motivation zu achten und sie, wenn falsch gepolt, ans Kreuz zu bringen. Es ist wohl mit eine der persönlichsten und auch beschämensten Situationen, wenn wir im Herzen von unguten Gesinnungen hinter guten Werken überführt werden. Aber das ist das was, Gott will. Er will unser Herz läutern und rein machen. Die gute Nachricht ist, dass wir neue Kreaturen sind und Gottes Geist in uns lebt. Vergebung gehört uns und Verdammnis eben nicht, denn wir sind aus Gott geboren! Wir haben göttliches Leben in uns und diesem Teil in uns gilt es immer mehr Raum und Aufmerksamkeit zu schenken.
Johannes lehrte, dass wir unser äußeres Leben mit Gottes Maßstäben in Einklang bringen sollten. Jesus lehrte, dass unser Innerstes wahrhaftig, lauter/rein und gradlinig werden muss.
Ich glaube, das irgendwie schon jeder, der Jesus von Herzen liebt, an diesen Punkt gekommen ist, wo er mit David zu Gott gerufen hat:
"Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen [beständigen] Geist" [Psalm 51,12]Immer wieder entdecke ich, dass ich nicht reinen Herzens bin und ich bin heilfroh, dass ich gewiss ein darf, dass Gott mich liebt und dass er mir vergibt, wenn ich die Sache ans Kreuz bringe. Aber, um gereinigt zu werden, muss es offenbar werden!
Im Hebräerbrief Kapitel 4 in den Versen 12 ff. heißt es:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.Früher hat mir dieser Satz echt Angst gemacht, so nach dem Motto: "Oh Gott Hilfe! Gott sieht alles ??? (kennt ihr dieses Lied: "Pass auf kleines Auge, was du siehst..." ! das war meine erste Prägung) Das will ich nicht, da schäme ich mich, da habe ich doch total versagt! Wenn ER sieht, wie ich in meinem Herzen denke, dann ist Er bestimmt zornig, enttäuscht oder böse und bestraft..."
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.
14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns festhalten an dem Bekenntnis!
15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.
16 So laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!
Heute bin ich so froh, dass Gott in mich sieht. ER liebt mich über alles. Er hat seinen Sohn geopfert für mich, damit ich ewiges Leben, Gemeinschaft mit Gott, unendlich viel göttliche Liebe und die Sohnschaft bekommen kann. Er wußte bereits wie ich sein und reagieren werde, da gab es mich noch gar nicht! Trotzdem wollte er, dass es mich gibt! Warum? Vor allem, weil ER mich lieben will! Und das ist echt entspannend! Und darum bin ich froh, dass ER mich kennt und mir durch Überführung hilft, in immer engere Gemeinschaft mit ihm zu kommen. Taten allein bringen mich nicht näher an Gottes Herz. Aber mein Herz kann sich SEINEM Herz nähern, immer mehr.
Darum bete auch ich: "Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine." [Ps 139,23]
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