Freitag, 10. Juli 2009

Ich war nicht drin -Gott sei Dank!


Diese weiß-blauen Matatus (bzw. hier nun gerade ausmahmsweise ein blau-blau-weisses) sind ja das normale Verkehrsmittel hier in Uganda, wie bei uns der Bus oder die U-Bahn und ich selbst bin schon hunderte Male, teilweise Hunderte von Kilometern und auch im Dunkeln mit diesen Klapperkisten gefahren.
Wenn es regnet und man hat Pech und sitzt an der Scheibe, dann kommt das Wasser u.U. gleich von 3 Seiten: der Scheibe, dem Dach und durch den löcherigen Boden. Manchmal gehen die Türen nicht zu, manchmal auch nicht auf. Man lernt mit der Zeit durch die vielen Pannen so einiges über Kleinbusse, deren Innenleben und wie man dem selbigen schnell wieder auf die Sprünge helfen kann. Man sitz zusammen gequetscht mit 18-26 Menschen plus vielen Säcken und Gepäck, plus Hühner oder Truthähnen oder auch mal ner Schweinehälfte. Es riecht nach Arbeit, Schweiß, Fischfutter und was einem sonst noch so einfällt.
Kurz gesagt, es ist immer ein kleines Abenteuer.

Während meiner 2 Jahre hier habe ich schon so manchen fiesen Unfall gesehen und Gott sei Dank selbst nur einen "harmlosen" mit leichter Gehirnerschütterung gehabt. Doch oft genug fährt man an Taxi-Leichen vorbei und so war es auch heute wieder. Diesmal mit Kamera unterwegs und meinem Gott im Himmel ein fettes "Dankeschön" geschickt, dass ich nicht drin war!

Donnerstag, 9. Juli 2009

Mais-Ernte

... und hier das Pendant zur "Bohne-Ernte":

Ernte-Zeit in Bukaya 2

Dank Chandias Arbeit im Garten, dem fleissigen Sammeln und Zupfen, Tragen, Pulen und Trocken, haben wir nun über eine Regentonne voll mit Mais und viele, viele rote Bohnen. Beides sind Grundnahrungsmittel hier in Uganda:

MAIS:
Mais wird über dem Sigili als ganzer Kolben geröstet oder aber auch gekocht. Gepulte Körner werden frittiert und als Snack gegessen. Gemahlener, bzw. hier ist es von Hand zerstossener, Mais (Maismehl) werden für das Frühsück am späten Vormittag mit Wasser gekocht und zu trinkbarem Porridge verabeitet. Doch die Hauptbestimmung ist "Posho", diese zähe, klebrige Pampe, die dann mit Erdnusssoße oder Kohl oder auch und vor allem mit roten Bohnen gegessen wird.

BOHNEN:
Sie sind das zweite Standbein des Essens. Ob Matooke (Kochbanane) oder eben Posho, Bohnen sind mehrmals in der Woche vertreten.

Hier seht ihr Teil des "Ernte- Ablaufs":


Samstag, 4. Juli 2009

Mais-Ernte zuhause



Ja, liebe Leute, hier ein Blick in das sogennate "Boys-Quarter! Dort wird zur Zeit jeden Tag sortiert: mal der Mais, dann wieder Bohnen. Und momentan macht da jede Hand mit, kommt alles aus eigenem Anbau -dank Chandia!- So sortieren manchmal ein Dutzend Hände, und pulen jedes einzelne Maiskorn vom Kolben!

Freitag, 3. Juli 2009

dreaming girl


die Kinder um uns, Kleinode Gottes, uns anvertraut! -Vergesst das bitte nicht.

Mittwoch, 1. Juli 2009

afrikanische Biene


Wollte Euch einfach mal ne Blume schicken.
Hab Euch lieb, danke denen, die mir immer wieder mal ein Update aus ihrem Leben geben und mir so Anteil geben. Euch alle wollte ich ermintern: wenn auch ringsherum die Stürme toben und alles grau ist: Gott ist mit uns, direkt an unserer Seite, wo immer wir sind, ob wir es spüren oder nicht!

Kinder produzieren

So nennt das der Afrikaner. Wir reden von "zur Welt bringen", doch der Afrikaner "produziert" Kinder. Und interessanterweise passt dieser Begriff wirklich für hier. Im Gegensatz zu uns Europäern kümmert sich der durchschnittliche Afrikaner recht wenig um seinen Kinder. Man muss sie irgendwie groß genug bekommen, dass sie arbeiten können. Sebst die Kleinsten sieht man schon mit großen Wasserkanistern auf dem Kopf rumlaufen und hier wird statt mit Sandkastenschippe eben mit der Egge schon mal "diggen" gelernt. Kinder werden geschlagen wegen jedem Sch**ß und wenn man mal wieder schwanger ist und keinen Bock aufs Baby hat, hungert man es eben (noch im Mutterleib) aus. Kinder sind hier nix wert, sie sind eher eine Investition, die man eben gemacht hat und aus der man in ein paar Jahren zumindest einen Arbeitsgewinn ziehen kann.
Doch auch wenn das hier eine weitverbreitete Einstellung ist, geht sie dennoch mit einer weiteren einher: Man ist nix wert, wenn man keine Kinder hat. Immer wieder ist es mir passiert, dass mich Menschen ganz entsetzt angeschaut haben, als sie erfuhren, dass ich keine Kinder (vorzuweisen) habe. Frau ist nix wert, wenn sie keine Kinder hat. Bei mir persönlich trifft das machmal einen empfindlichen Nerv, wenn auch nicht immer. Hier zählt das Ergebnis, das "Produkt" Kind. Ob man es liebt, für es sorgt, ob man überhaupt fähig ist, diese Aufgabe wahr zu nehmen, nunja, das ist nicht so wichtig. Es ist auch egal, aus welchen Gründen man keine hat -hier bist Du die Loserin.

Mich regt das immer auf. Nun mag ich (persönliche) Gründe dafür haben, warum ich kein Kind vorweisen kann, doch erstens will ich die keinem auf die Nase binden und zweitens ist es eh egal.

Doch wenn ich mich umschaue, dann gibt es viel zu viel verwahrloste und vernachlässigte Kinder! Darum schert sich allerdings kaum jemand. Ist das fair? Egal, was ist schon fair in dieser Welt.

Darum, liebe Leser, die ihr Kinder habt oder welche wollt: Liebt sie und achtet sie. Es sind kleine Menschen, zart und zerbrechlich und sie brauchen unseren Schutz, unsere Fürsorge und vor allem unsere (bedingungslose) Liebe... und die, die keine Kids habe: auch für Euch gilt: schützt, liebt und sorgt Euch um die Kleinen, es sind Geschenke Gottes.


Eric, our youngest boy in our big family